...was man über den Hovawart wissen sollte:
der HOVAWART ist ein Arbeitshund, der gerne mit dem Menschen (Einzelperson, wie auch in der Familie) zusammenarbeitet.
Jeder Hovawart ist verschieden vom Charakter, als auch in der Entwicklung. Mit "Team-Arbeit" bekommt man den Hovi , den man möchte oder den man "braucht".
ein Hovawart - ein Wächter des Hofes
Der Name sagt es eigentlich schon. Hovis haben einen ausgeprägten Wachinstinkt. Seit Jahrhunderten wurden Hovawarte dafür gezüchtet. Es ist ihre Aufgabe und sitzt tief in ihren Genen. Auch mit viel Training, den gewissen Wach-und Schutzinstinkt, wird man einem solchen Hund nicht abgewöhnen können. Sie bewachen ihr Territorium. Auch wenn es vielleicht aussieht, dass sie schlafen - ein Hovi kriegt alles mit. Wer wo ist und wer wann woher gegangen ist. Der Hund weiß alles.
Vom Aussehen ähneln besonders die blonden Hovis Golden Retriever und schwarze Hovis sehen Flat Coated Retrievern ähnlich. Doch Hovis sind keine Retriever. Sie sind Wächter auch wenn man es ihnen vielleicht nicht ansieht. Es ist kein einfacher Hund, sondern er hat einen starken Willen und Mut. Ein Hund mit Ecken und Kanten. Wenn man sich damit abfindet, wenn man ruhig und bestimmt mit dem Hund umgeht und sich gegenseitig respektiert, ist es der wundervollste Hund. Liebevolle Konsequenz ist absolut nötig. Man darf nur nie vergessen warum es diese Rasse eigentlich gibt. Ungewöhnliche Dinge zu melden und Wachen ist ihr JOB!! Dafür kann man sich in Begleitung eines Hovawarts immer sicher fühlen.
Es ist einfacher als Team zu arbeiten. Dadurch, dass Hovis alles mitbekommen, können sie auch misstrauisch sein. Die Beziehung zwischen Herrchen/Frauchen und Hund ist deshalb wichtig. Man beobachtet den Hund, was ihn unsicher macht und worauf er reagiert. Wenn man einen Schritt vor dem Hund ist, kann man die Kontrolle übernehmen. Wenn der Hund am Zug ist kann man ihm beibringen, dass ein paar Mal Bellen genug ist und er seine Pflicht getan hat. Mit gegenseitigem Vertrauen geht ein Hovi mit seinem Frauchen/Herrchen durchs Feuer. Ein zuverlässiger Partner und Hundekumpel.
ein Hovawart- ein Familienhund
Auch wenn Hovis nicht wie Retriever sind; sie sind Familienhunde. Sie lieben ihre Familie, sind treue Begleiter und loyale Partner. Es muss aber keine Familie sein. Solange ein Hovi einen Partner hat, auf den er sich verlassen kann, ist er glücklich. Einzelperson, Paar oder Familie....
Diese Liebe zur Person/Familie bedeutet aber auch, dass ein Hovi seine "Familie" beschützt und auf sie aufpasst. Manch ein Hovi ist erst mal misstrauisch Fremden gegenüber, die müssen sich erst sein Vertrauen verdienen.
ein Hovawart - eine starke Persönlichkeit
Ein Hovawart ist nicht einfach ein Hund - ein Hovi scheint zeitweise mehr Persönlichkeit zu haben als manch ein Mensch. Sie sind Babysitter und passen auf die Kinder auf (Hund und Kinder nie alleine lassen!) ...sie stupsen sie an, wenn sie hinfallen und trocknen Tränen. Sie sind Aufpasser, wenn es abends dunkel ist und man noch alleine unterwegs ist. Ein kurzes Knurren und die dunkle Gestalt wird die Straßenseite wechseln. Sie sind Clowns, die sich im richtigen Moment zum Affen machen, um Herrchen/Frauchen zu gefallen. Und dann sind sie noch verdammt gute Menschenleser. Sie lassen sich nicht von allen herumkommandieren. Man muss sich nicht nur das Vertrauen eines Hovis verdienen, sondern auch seinen Respekt. Erst dann überlegt er sich, ob es sich lohnt, auf Kommandos/Gestik/Mimik zu hören. Das geht auch ohne Kekse! Und das auf jeden Fall nicht beim ersten Mal.
ein Hovawart - eine Herausforderung
Es wäre schön zu sagen, dass ein Hovawart leicht zu erziehen ist. Eigentlich sind sie es auch, denn sie sind hochintelligent. Und da liegt auch das Problem: Sie sind so intelligent, dass sie erst selbst darüber nachdenken, ob es überhaupt Sinn macht, einem Kommando zu folgen. Man gewöhnt sich dran. Aber die Zusammenarbeit, im Team Spaß zu haben, dafür sind sie immer zu haben. Mit Geduld und Ruhe. Ein Hovawart ist ein Denker und hinterfragt alles - gnadenlos! In der Pubertät hat der Hovawart alles vergessen, was er bisher gelernt hat, alle Regeln werden nochmal ausgetestet. Man muss standhaft, konsequent und ruhig bleiben...dann kann man keinen besseren Freund bekommen. Rüden brauchen oft etwas länger, als Hündinnen.
ein Hovawart - ein Sozialiesierungsprozess
Die ersten Wochen nachdem ein Welpe in sein neues Zuhause kommt, muss er sich nicht nur an eine neue Umgebung und seine neue Familie gewöhnen. Es ist auch die wichtigste Zeit in seinem Leben: er muss alles kennenlernen, was er im Leben wissen muss. Hausarbeit, andere Tiere, Kinder, Straßenlärm, fremde Umgebungen, ungewöhnlich Gerüche, optische und akustische Reize....usw. Auch der Umgang mit anderen Hunden ist wichtig...eine Welpenschule ist zu empfehlen...ein anschl. Erziehungskurs für Junghunde auch!
Alles was der Welpe/Junghund im ersten Lebensjahr lernt...sitzt ein Leben lang (mit Höhen und Tiefen). Aber darüber lässt sich schmunzeln!
Eine Beziehung kann nur funktionieren, wenn man einander versteht....

heißer Juni....
ganz frisch: da bin ich doch im Hausmagazin der Seniorenresidenz....Bilder und Text sind noch aus 2021, ihr wisst ja, CORONA lässt grüßen. In der Zeit war auch die hauseigene Broschüre auf Eis gelegt......und bei mir waren es die Anfänge meiner Karriere als THERAPIEHUND......
Fortsetzung folgt.....!!!
....darf ich mich vorstellen: ich bin der HANNES......
nicht nur Familienhund, sondern auch ausgebildeter Therapiebegleithund (im Einsatz im Pflege- und Seniorenheim Radolfzell), für meine Tamara Epilepsieanzeigehund, für Herrchen Diabetiker-Anzeigehund (seit Dezember 2022).....Wohlfühlmanager in meiner Familie und überhaupt der beste FREUND und HELFER in allen Lebenslagen!!
beste FREUNDE
Januar 2022: ich übe mit meiner Tamara für die Besuche im Seniorenheim, die im Frühjahr wieder starten sollen!
..die tolle Löwenzahnwiese gibt es am Dorfrand...im Hintergrund das Mögginger Wasserschloss...momentan eine wunderschöne blühende Landschaft...Kirsch-, Birnen- und Apfelbäume blühen um die Wette...man kann sich gar nicht satt sehen!
..............ich bin`s - de HANNES!! Schön, dass ihr auf meiner Seite gelandet seid ..schaut euch ganz in Ruhe um, es gibt immer wieder mal etwas zu erzählen.....
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Ich bin der Hannes und berichte hier aus meinem Leben.
Geboren bin ich in Bayern und durfte in einer sehr, sehr liebevollen Aufzucht die ersten 8 Wochen meines Lebens mit Mama, Papa, einer tollen Tante und einem Schäferhundrüden genießen. Ich wuchs also im Hunderudel auf, mit vielen anderen Tieren (Pferde, Geflügel, Katzen, Esel). Ich wurde von meiner Züchterfamilie bestens geprägt und sozialisiert, das hält bis heute an.
Ich bin ein unkomplizierter Hovawart, der Zuhause ein Kampfschmuser ist, draußen bin ich eine "Rakete", und habe den Schalk im Nacken. Meine Lieblingsbeschäftigung: fressen und Mäuselöcher buddeln.
Frauchen nennt mich "Cleverle", da ich sehr leicht und schnell lerne...da ist auch der eine oder andere Quatsch dabei!
Ich wohne mit meiner Familie am westlichen Bodensee, mitten in einem wunderschönen Naturschutzgebiet.
Ausbildung
Entgegen den Epilepsiewarnhunden warnen EPILEPSIEANZEIGEHUNDE nicht vor Anfällen, sondern reagieren auf bereits geschehene Anfälle. Dem Epilepsieanzeigehund wird beigebracht, beim Auftreten eines Anfalles auf diesen zu agieren und Hilfe zu alamieren, wie beispielsweise den Angehörigen Bescheid zu geben.
Aufgaben des Epilepsieanzeigehundes:
der epileptische Anfall kann durch bellen angezeigt werden, oder die Angehörigen werden mit der Nase angestupst, die Betätigung eines Notfalltelefons oder den Notrufknopf drücken, gegebenenfalls auch das Bringen der Notfallmedikamente....nach dem erlittenen Anfall Kontakt mit dem Epileptiker aufnehmen...beruhigen durch Nähe und Wärme spenden...(drücken, umarmen, ausgiebiges Streicheln, das kann u.U. auch mal herzhafter und gröber geschehen!)
DM-Verpaarungen
Locus D - Verpaarungen
Wissen: DM und Dilution
Locus D: Tiere, die die verdünnte Fellfarbe ausprägen (Genotyp d/d), haben ein höheres Risiko ein Krankheitsbild zu entwickeln, das als Farbverdünnungs-Alopezie oder Schwarz-Haar-Follikel Dysplasie bezeichnet wird. Diese Erkrankung ist mit Haarverlust (von einzelnen Haarbüschel bis großflächigen Platten) gekennzeichnet. Ebenso ist der Hund (ein Leben lang) durch wiederkehrende, teils chronischen Haut-Entzündungen betroffen. An sonnigen Tagen müssen die haarlosen Hautstellen mit Sonnencreme eincremt werden.....um die betroffenen Partien zu schützen. In extremen Fällen muss der Hund eingeschläfert werden.
folgende Genotypen sind möglich:
D/D: Das Tier trägt nicht die MLPH-Mutation, die für das Auftreten der Farbverdünnung (Fellfarbe Dilution) verantwortlich ist. Es ist reinerbig für das Wildtypallel D.
D/d: Das Tier ist mischerbiger Träger des für die Farbverdünnung verantwortlichen, defekten MLPH-Gens und des Normalgens. Wegen des rezessiven Erbganges prägt das Tier selbst nicht die verdünnte Fellfarbe aus. Die Anlage für die Farbverdünnung wird mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen weitergegeben.
d/d: Das Tier ist reinerbiger Träger des defekten MLPH-Gens. Das Tier prägt die verdünnte Fellfarbe aus (grau/blau). Die Anlage für die Farbverdünnung wird mit einer 100%igen Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt.
Diese Blaufärbung (und die damit verbundenen - oft massiv chronischen Hauterkrankungen und Fellverlust) lassen sich züchterisch vermeiden, indem man beide Elterntiere auf den D-Locus testen lässt und entsprechend miteinander verpaart!
Zum Wohle der Gesunderhaltung unseres Hovawarts....










