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Entgegen den Epilepsiewarnhunden warnen EPILEPSIEANZEIGEHUNDE nicht vor Anfällen, sondern reagieren auf bereits geschehene Anfälle. Dem EPILEPSIEANZEIGEHUND wird beigebracht, beim Auftreten eines Anfalles auf diesen zu agieren und Hilfe zu alamieren, wie beispielsweise den Angehörigen Bescheid zu geben.
Aufgaben des EPILEPSIEANZEIGEHUNDES: Der epileptische Anfall kann durch bellen angezeigt werden, oder die Angehörigen werden mit der Nase angestupst, die Betätigung eines Notfalltelefons oder den Notrufknopf drücken, gegebenenfalls auch das Bringen der Notfallmedikamente....Nach dem erlittenen Anfall Kontakt mit dem Epileptiker aufnehmen ......beruhigen durch Nähe und Wärme spenden.....(drücken, umarmen...ausgiebiges Streicheln, das kann u. U. auch mal herzhafter und gröber geschehen)!

...für meine Tamara bin ich also nicht nur der beste FREUND und HELFER in allen Lebenslagen......sondern wirklich auch der KAMPF-Schmuser im Einsatz, und das fast täglich!! Meine Tamara kann wirklich alles mit mir machen und ich genieße auch die festeste Umarmung oder das "Motorradfahren" meiner Ohren. Dabei werden meine Ohren, wie beim motorradfahren zärtlich gedreht - brumm - brumm! Die Hinter-dem-Ohr-Krauler sind eh der Klassiker und Schinken kraulen mag ich seeeeehr!!

Vieles, was ich erlerne, kommt aus der Ausbildung zum THERAPIEBEGLEITHUND/Besuchshund...(Ausbildungsgrundlagen des VTHS) - Frauchen achtet darauf, dass ich eine gute Kombination aus beidem erlerne - natürlich individuell abgestimmt auf meine Tamara!!

April 2020 - ich lerne etwas altes/Neues: ich bringe und apportiere ja gerne und mit viel Spaß......seit längerem auch direkt in die Hand. Das ist jetzt von Vorteil, weil ich nun, wenn meine Tamara einen Anfall hat, bei dem sie Notmedikation braucht.....Frauchen die Medikamente direkt in die Hand bringen darf/kann. So kann sie bei Tamara bleiben und gucken, daß nichts passiert und ich übernehme den Bringdienst.

Tamaras Notfallmedikation ist ein flüssiges Medikament (aufgezogen in eine Einmalspritze, daß dann oral eingegeben wird)...es wirkt über die Mundschleimhaut und soll den Anfall unterbrechen und/oder weitere Anfälle verhindern. Mein Kommando: "bring ROLLE in Hand"..die Einmalspritze ist gut eingepackt in einem Kunststoffröhrchen und dieses wiederum in einem Textildummy....damit ich es  besser tragen kann - ich weiß genau, wo die ROLLE für den Notfall liegt.......funktioniert!!
Das hat schon was von Assistenz-Hund!!

bring-bring in Hand!!

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6. Bericht (Ende Oktober) - Sonntagmorgen...meine Tamara schläft noch. Ich liege irgendwo im Flur und döse so vor mich hin. Meine Tamara bekommt einen tonischen Grand-Mal-Anfall im Bett...in sekundenbruchteilen stehe ich neben ihrem Bett und lecke ihre Hand ab, dann stupse ich sie in den Nacken...etwa 20 Sekunden später kommt sie wieder zu sich und drückt und knuddelt mich, verdreht mir die Ohren und knubbelt meine Nase....ich bin so happy, daß ich ihr zur Seite stehen konnte!!...psst, wir schlafen weiter!! Natürlich bleibe ich jetzt ganz nah bei meiner Tamara und döse vor ihrem Bett!!!

5. Bericht (Mitte Juli) - Freitagabend auf dem Sofa: meine Tamara hat wieder einen tonischen Anfall...ich am anderen Ende in der Wohnung und sofort war ich wieder zur Stelle....und ich spüre oder rieche es doch!! Der Anfall dauerte diesmal nur ganz kurz (10 sec) mit einer längeren Verwirrtheitsphase...meine Tamara fordert mich sofort ein und gestikuliert recht wild um sich.....egal, ich schmeiß mich fast auf ihren Schoß und genauso wild werde ich gestreichelt, getätschelt und gedrückt.....

4. Bericht (15. Mai) spät abends auf dem Sofa: meine Tamara bekommt einen tonischen Anfall mit Tremor, lautlos......ich am anderen Ende in der Wohnung (schon fast im Tiefschlaf).....binnen 2 Sekunden war ich bei Tamara! Frauchen gab sofort Entwarnung...alles gut! Hatte ich den Anfall gespürt oder habe ich einen 6. Sinn?  Als der Anfall vorbei war (der dauerte ca. 35 Sekunden, Frauchen guckt genau auf die Uhr, weil jeder Anfall dokumentiert wird) hat mich Tamara sehr ausführlich gekrault und gestreichelt...man bin ich froh, dass nichts schlimmeres passiert ist......

3. Bericht (April 2020) - heute hatte meine Tamara wieder einmal Glück. Sie hatte einen tonischen Anfall = Sturz - und ist zufällig grad weich aufs Sofa gefallen. Der Anfall dauerte etwa 20 Sekunden, natürlich war ich sofort bei ihr, mußte aber still neben ihr sitzen bleiben. Der Anfall war verbunden mit Tremor (zittern und schütteln der Hände und Arme) sie verdrehte die Augen, der Körper wurde erst weich, dann kurz steif. Sie drohte vom Sofa zu rutschen. Den Tremor habe ich bei Tamara schon öfters erlebt!
Ganz plötzlich griff sie nach mir, packte meinen Kopf, verdrehte mir die Ohren, krallte ihre Hände in mein Fell und pustete sogar in ihrer Verwirrtheit in mein Gesicht, begleitet von  lautem Geschrei und noch lauterem Lachen - eh, ich bin ganz cool geblieben!! Frauchen hatte schon Angst, daß Tamara zu grob werden könnte, aber ich kenne das ja schon von Welpenbeinen an....und kann das gut aushalten - für meine Tamara!!
Zur Belohnung durfte mir dann Tamara ein halbes Milchbrötchen geben - mmmmmhh, so lecker!!

2. Bericht: (März 2020) Kurz nach dem Mittagessen - hupps!!!! Tamara stürzt, Frauchen steht grad zufällig nebendran und kann sie auffangen und ganz langsam auf den Boden gleiten lassen. Ich liege 20 cm hinter ihr und muss auch unbedingt liegenbleiben, da meine Tamara noch krampft und wild mit den Händen umherfuchtelt. Sie lautiert und speichelt....ist sekundenlang gar nicht bei sich (eine kleine Ohnmacht) und kann mich in dem Moment auch nicht wahrnehmen. - ich warte ab! - Tamara setzt sich langsam wieder auf, wurschtelt noch an ihrem Pullover herum und ihre Blicke suchen etwas! mich!!!!!! Ganz behutsam rutsche ich an ihre Seite und lege meinen Kopf in ihren Schoß...jetzt kann sie mich streicheln und schmusen...ein tolles Gefühl - für uns beide!!
Frauchen gibt Tamara Bedarfsmedikation ( die soll das Anfallsgeschehen beruhigen), dann gehts ab auf`s Sofa....ich weiche ihr nicht mehr von der Seite!!

1. Bericht: (November 2019) Samstag Morgen ca. 8.20 Uhr: meine Tamara liegt noch im Bett, schläft tief und fest. Plötzlich schluchtzt und weint sie - immer noch im Schlaf - vielleicht ein Albtraum. Das habe ich natürlich umgehend gehört und bemerkt und bin sofort bei ihr. Ich schlecke und stupse sie zärtlich am Nacken und am Ohr. Sie wird nicht wach, weint aber weiter....Kurz darauf hat sie mehrere tonische Anfälle - immer noch im Schlaf. Ich versuche es erneut und schlabber meiner Tamara das Ohr ab......endlich..... sie wird wach. Frauchen kommt dazu und kann helfen..........den restlichen Vormittag bin ich nicht mehr von ihrer Seite gewichen, doch - ganz kurz - zum Frühstück!!